Sind HoloLens und Co. schon bereit für den Field Service?

In der digitalisierten Industrie gehören mobile Endgeräte wie Tablets bereits zur Standardausrüstung. Der nächste Schritt: Smart Glasses. Neugierig auf den Status quo von Datenbrillen für den Field Service?Innerhalb digitalisierter Prozesse und Strukturen in der Industrie 4.0 sind mobile Endgeräte eine feste Größe. In diesem Jahr rückten mit Microsofts HoloLens die Smart Glasses wieder stärker in den Vordergrund. Seit November steht die Entwicklerversion der HoloLens dem deutschen Markt zur Verfügung. Dabei stellt sich die Frage: Ist die Technologie dahinter schon einsatzbereit für den mobilen Field Service? Ganze Reparatur- oder Wartungsprozesse nach eingeblendeter Vorgabe innerhalb kürzester Zeit erledigen und dokumentieren sowie insgesamt eine höhere Produktivität und Qualität erzielen. So lautet das Versprechen einer wachsenden Zahl von Datenbrillen-Anbietern. Die Erwartungen auf Anwenderseite sind dementsprechend hoch.

Durchbruch steht bevor

Noch ist die Technologie nicht gänzlich ausgereift, steht aber kurz vor ihrem Durchbruch. Die entscheidenden Faktoren dafür sind: Akkulaufzeiten, Bedienbarkeit und passende Applikationen. Hier besteht häufig noch Nachholbedarf. Derzeit laufen in vielen Unternehmen erste Pilotprojekte zu Anwendungsmöglichkeiten im Praxiseinsatz. Die weitere Entwicklung ist dennoch absehbar: Innerhalb der nächsten Jahre werden Smart Glasses im Field Service eine immer wichtigere Rolle spielen. Daher sollten Unternehmen hier aufmerksam den Markt beobachten und für sich eigene Anwendungspotenziale identifizieren. Dazu gehört auch, die Rahmenbedingungen für den Einsatz von Smart Glasses im Unternehmen zu prüfen. Wie wirken sie sich konkret auf die individuelle Arbeitssituation aus? Welchen Einfluss hat die Physiologie des Anwenders? Hinzu kommen organisatorische Punkte wie ein effektives Mobile Device Management, das auch datenschutzrechtliche Aspekte mit abdeckt. Hier helfen auch externe Partner für mobile Lösungen im Field Service weiter, konkrete Szenarien für die eigenen Prozesse zu entwickeln.

Autor: Boris Heuer | Geschäftsführer, Beeware GmbH

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