Sharing statt Shopping – eine Chance für den Service?

Das Internet macht’s möglich: In den letzten Jahren ist eine neue Kultur des Teilens entstanden. Digitale Plattformen vereinfachen es, Dienstleistungen oder Gegenstände unter Privatleuten zu (ver-)kaufen, zu (ver-)leihen oder zu tauschen. Zwei Drittel der Deutschen sind diesem sogenannten „Peer-to-Peer-Sharing“ gegenüber positiv eingestellt – das ergab eine bundesweite Befragung des Instituts für ökologische Wirtschaftsförderung (IÖW). Deren vollständige Ergebnisse können hier nachgelesen werden, eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse liefert Ihnen der KVD:

  • Obwohl bisher nur zwei Prozent der Befragten privates Car-Sharing nutzen, können fünfmal so viele Deutsche es sich vorstellen – bei den Unter-25-Jährigen sind es sogar 25 Prozent;
  • Fast jeder Zehnte hat schon einmal eine Mitfahrgelegenheit angeboten oder genutzt, doppelt so viele können es sich in Zukunft vorstellen;
  • Drei (bzw. sechs) Prozent der Bevölkerung haben schon einmal über eine Peer-to-Peer-Plattform eine private Unterkunft zur Verfügung gestellt (bzw. genutzt); in Zukunft könnten diese Zahlen sich verdreifachen;
  • Am weitesten verbreitet ist das Kleider-Sharing: Rund ein Fünftel der Befragten hat bereits über eine Online-Plattform Kleidung erworben oder verkauft. Dieser Wert dürfte in Zukunft auf ein Viertel ansteigen;
  • Am teilfreudigsten sind gut gebildete, junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren, die relativ häufig in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern leben. Peer-to-Peer-Sharing passt zu ihrem Selbstbild und Trendbewusstsein.

Was bedeutet diese Entwicklung für die Zukunft der Dienstleistung? Wie lassen sich die aufgeschlossenen zwei Drittel der Deutschen künftig von der Service-Branche abholen? Wir freuen uns auf Ihre Gedanken zu dem Thema!

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