Digital Labs – der Schüssel zur digitalen Transformation? Teil I

Was ist eigentlich ein Digital Lab?
Verfolgt man die Presse und Publikationen der letzten Wochen und Monate zu Themen wie Industrie 4.0 oder Digitalisierung, so bekommt man den Eindruck, dass die Zukunft eines jeden Unternehmens auf einem Digital Lab fußt. Ganz egal ob großes Beratungshaus oder Industrieunternehmen – Digital Labs sprießen derzeit überall aus dem Boden. Je mehr dieser Einrichtungen entstehen, umso erstaunlicher ist, dass Unternehmen bei deren Aufbau keine wirkliche Strategie oder Methodik parat haben. Es ist zu erwarten, dass daher einige dieser Digital Labs in den nächsten Monaten aufgrund von grundlegenden Planungsfehlern und Misserfolgen wieder geschlossen werden. Doch widmen wir uns zunächst einmal der Fragestellung, was sich hinter dem Anglizismus „Digtial Lab“ verbirgt –

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Warum wir mehr Leistung anstatt Produkte verkaufen sollten

Jetzt ist es höchste Eisenbahn: Wettbewerbsvorteile über den Preis zu erzielen, zahlt sich nicht mehr aus. Mit dem Eintritt in das Internet der Dinge (IoT)-Zeitalter entwickelt sich ein neuer, alternativer Serviceansatz, genannt Servitisation – auch bekannt als ergebnisbasierter Service.

Und es ist nicht mehr als nur eine Prognose, dass durch ausgefeilte Services rund um das Produktangebot sehr viel mehr Wertschöpfung erzielt werden kann. Der Hersteller bewegt sich weg vom reinem Produkt – hin zu einem kompetenten Dienstleistungsanbieter, erreicht Mehrwert bei der Produktvermarktung mit Zusatz- und Serviceangeboten und generiert zusätzlichen Umsatz über den Service. In anderen Worten, servicebasierte Strategieverfolgung bringt Sie aus der Preis-Wettbewerbs-Spirale.

Aus Verbrauchersicht bedeutet der Einzug von IoT-Technologie in vielen Bereichen eine Vereinfachung und Erleichterung. Aus Herstellersicht sind große Veränderungen im Anmarsch. IoT bringt neue Ideen in die festgefahrenen Strukturen des Standardgeschäftes.

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Was eine Schlange an der Supermarktkasse mit Ihrem persönlichen Arbeitspensum zu tun hat

Sie kennen das Problem aus Ihrem Supermarkt um die Ecke: mal sind wenige Kunden im Laden, dann kommen wieder viele auf einmal. Somit hat die Kassenkraft manchmal mehr und manchmal weniger zu tun. Misst der Marktleiter mit der Stoppuhr, wie lange die Kassenkraft wirklich arbeitet und wie lange sie untätig wartet, kommt er beispielsweise auf 80% der Arbeitszeit. Was liegt da näher, als die Situation an der Kasse so zu verändern, dass die Auslastung des Mitarbeiters steigt?

Es gibt wissenschaftlich fundierte Argumente, eine vollständige Auslastung nicht zuzulassen oder auch nicht zu versuchen. Den mathematischen Zusammenhang zwischen der Arbeitsdichte und dem Stau, der durch zu hohe Arbeitsdichte entsteht, beschreibt die „Warteschlangenformel“, die Professor Gunter Dueck in seinem aktuellen Buch „schwarm dumm – so blöd sind wir nur gemeinsam“ vorstellt. Diese Formel ist reine Mathematik und wie ein Naturgesetz. Sie besagt, dass zu hohe Überlastung ein Wartechaos untererledigter Vorgänge erzeugt.

Zurück zum Beispiel: Der Zeitanteil, zu dem die Kassenkraft tatsächlich arbeitet, ist in diesem Fall 0,80 (Prozentzahl in Dezimalen) und heißt Auslastung oder Auslastungsgrad. Bei Warteschlangen sind mathematisch zwei Größen interessant, die man aus dem Auslastungsgrad berechnen kann:

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