Wie Digitalisierung und Internet of Things Unternehmen verändern

Sie haben es gemerkt: Wir sind mitten in einer IoT-Pionierphase, wo Sie als Unternehmen wissen wollen, was Ihnen das Internet of Things bringt – und das ist gut so. Denn am Ende einer solchen Phase stehen meist neue Geschäftsmodelle und Services zur Verfügung, über die sich Kunden und Partner freuen können.

Schauen wir uns den IoT-Markt einmal genauer an: Laut Experten des European IT Observery (EITO) wird sich dieser in Europa bis zum Jahr 2019 auf fast 250 Milliarden Euro verdoppeln.

Woran das liegt, begründet das Beratungshaus IDC mit einer gestiegenen Bedeutung von IoT: In einer Studie gaben fast 70 Prozent von in EMEA befragten Unternehmen an, IoT habe für sie eine strategische Bedeutung oder werde ihr Geschäftsmodell verändern.

IoT – Mutige vor

IoT sorgt für effizientere Abläufe und eine optimale Auslastung von Ressourcen. Dabei bildet jeweils die IT das Fundament für das IoT-Haus, das es zu bauen gilt. Die Frage ist nun: wie dabei vorgehen? Sie haben die Möglichkeit, eine On-Premise-Lösung einzusetzen, also eine Software, die Sie im eigenen oder in einem dafür angemieteten Rechenzentrum betreiben. Diese benötigt allerdings Systemadministration, Wartung und Pflege. Das kostet beträchtlich Zeit und Geld. Und Sie haben die Möglichkeiten, die Ihnen die Cloud bietet. Dort ist vieles unkomplizierter. Cloud-Software läuft auf hochmodernen Servern, in sicheren Rechenzentren, wo auch die Release-Wechsel stattfinden – automatisch, also ohne Zutun Ihrerseits.

Allerdings bedeutet Digitalisieren auch umzudenken. Digitale Services stehen hoch im Kurs, die Kunden verlangen sie geradezu. Nur wer diese bieten kann, hat gute Karten in der Hand. Hierbei muss auch der Serviceprozess „mitspielen“. Dieser darf weder veraltet noch kompliziert oder langsam sein. Digitalisieren verlangt daher auch immer eine gute Portion Mut und Offenheit, den Serviceprozess an die Bedarfe unserer schnelllebigen Zeit anzupassen. Generell gelingt dies umso besser, je mehr Mitarbeiter die Chancen von IoT erkennen und diese auch couragiert ergreifen. Denn: IoT heißt, keine Angst vor Veränderung zu haben.

Das perfekte IoT – und Digitalisierungs-Rezept

Bei IoT geht es also darum, mutig zu sein und die Serviceprozesse zu revolutionieren. Nur wer es heute wagt, die Prozesse von Morgen neu zu denken, kann im globalen IoT-Wettbewerb überleben. Darüber hinaus gilt es, den Automatisierungsgrad zu erhöhen. Bis zu 80 Prozent der Prozesse lassen sich automatisieren.

Predicitive Maintenance ist ein IoT-Szenario, das sich im Service immer stärker durchsetzt. Dabei leisten Sensoren sehr gute Dienste. Damit bestückte Maschinen, Anlagen oder Fassadenelemente melden ihre Zustände – permanent und ohne Zeitverlust. Ein Pluspunkt für Sie, denn jede Störung fällt Ihnen sofort auf und Sie können sie beseitigen, bevor ein Kunde etwas davon merkt.

Ein weiterer Vorteil: Sie können Ihre Serviceprozesse von unnötigen, zeitaufwändigen administrativen Aufgaben befreien. Da Ihre Serviceabteilung dank Sensoren sofort von der Störung erfährt, können Sie umgehend Maßnahmen zu deren Behebung einleiten. Der ganze Prozess ist automatisiert: Der Arbeitsauftrag geht an die Techniker, die die Störung beseitigen und melden, wenn sie damit fertig sind. Alle Daten, wie Zeitaufwand oder die Anzahl der benötigten Ersatzteile, werden an das ERP-System gemeldet, woraufhin Sie wenige Stunden nach Auftreten der Störung die Rechnung versenden können. Auch ein automatischer Versand ist möglich. Im weiteren Verlauf überwacht Ihr ERP-System den Zahlungseingang oder erinnert Ihre Kunden daran, die Rechnungen zu begleichen, falls sie in Verzug sind. Nach Zahlungseingang kann die Finanzbuchhaltung den Prozess abschließen. Experten sind sich einig: Für solche IoT-Szenarien sind Softwarelösungen aus der Cloud bestens geeignet.

IoT-Basismischung á la digital: drei wichtige Zutaten

  1. Eine Cloud-basierte Enterprise Asset Management-Lösung, die einen digitalen Zwilling der Anlage oder des Produktes erstellen und verwalten kann.
  2. Ein Cloud ERP, beispielsweise SAP Business ByDesign.
  3. Eine Cloud Plattform als IoT-Cockpit

Haben Sie Ihre digitale Grundlage sorgfältig miteinander vermengt (vernetzt), fügen Sie die folgenden Komponenten hinzu: Sensoren, Zähler & Condition Monitoring Systeme, die Werte und Daten liefern. Bei vielen älteren Maschinen oder Anlagen fehlen diese noch. Für diese gibt es aber mittlerweile smarte und erschwingliche Retrofit-Angebote, um sie IoT-ready zu machen.

Das perfekte IoT-Gericht

Wählen Sie die richtigen Zutaten (ERP, Digitaler Zwilling, Sensor, Cloud-Plattform) und kombinieren Sie diese mit automatisierten, digitalen Prozessen, so werden Ihre Reaktionszeiten im Service deutlich kürzer sein. Wenn Sie nach diesem Rezept vorgehen und es mit Tools zur Vorhersage verfeinern, lässt sich dem Gast ein perfektes Gericht zeitgerecht servieren. Anders formuliert: Der Kunde wird von einer etwaigen Störung nicht das Geringste merken und hat insofern auch keinen Grund, sich einen anderen Partner zu suchen.

Foto Aden Detlef

Autor: Detlef Aden || www.all4cloud.de