Digitale Sprachassistenten: Sicherheitsbedenken sind größer als der Wille zur Nutzung

Siri, Alexa, Cortana: 92 Prozent der Deutschen wissen, was digitale Sprachassistenten sind – ganze 67 Prozent verbinden aber auch die Sorge um Datenmissbrauch damit. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Ipsos unter 1.000 Menschen im Alter zwischen 16 und 70 Jahren. Darüber hinaus führte die Befragung zu folgenden Ergebnissen:

  • Bei 18 Prozent der Befragten sind Siri, Alexa und Co. bereits im Einsatz, weitere 21 Prozent sind an einer Nutzung interessiert. Ganze 53 Prozent lehnen eine Nutzung allerdings ab.
  • Grund dafür sind ausgeprägte Sicherheitsbedenken: 64 Prozent der Befragten (und 49 Prozent der Nutzer) fürchten Abhörung und Überwachung, 54 (bzw. 47) Prozent machen sich Sorgen, Kindern könnten auf bedenkliche Inhalte zugreifen.
  • Bei der konkreten Nutzung digitaler Sprachassistenten ist noch Luft nach oben: Drei Viertel der Nutzer setzen lediglich auf Standardangebote wie Wettervorhersagen, Nachrichten und Musik hören. In den Bereichen Smartphone oder Lieferservice sind nur noch 28 bzw. 24 Prozent dabei, Online-Shopping wird von 18 Prozent, Online-Banking nur von 15 Prozent über Sprachassistenten betrieben.
  • Das Potenzial ist jedoch eindeutig da: 53 Prozent der Nutzer können sich die Nutzung digitaler Sprachassistenten für die Smarthome-Steuerung vorstellen, Gleiches gilt für Lieferservices (43 Prozent) und Online-Shopping (45 Prozent). Selbst beim Thema Online-Banking sind immer noch 28 Prozent bereit, über eine Aktivierung dieser Funktion nachzudenken.

Wichtigstes Ziel der Hersteller sollte also das Beseitigen der Sicherheitsbedenken (potenzieller) Nutzer sein: Ein enormes Potenzial wartet darauf, gehoben zu werden!