Arbeitgeberattraktivität kann man messen

Über messbare Ziele der Arbeitgeberattraktivität sprach Prof. Dr. Gunther Olesch von PHOENIX CONTACT auf der KVD Spotlight SERVICE-PERSONAL. Im Frankfurter Airport-Hotel ParkInn diskutierte er mit den Teilnehmern das Thema Mitarbeiter(un)zufriedenheit. In diesem Blog-Beitrag fassen wir die wichtigsten Erkenntnisse und Best Practices zusammen.

Prof. Dr. Gunther Olesch ist eine erfahrene Führungskraft. Er wurde 2017, 2015, 2013, 2011 und 2009 zu den 10 führenden Personalmanagern Deutschlands ernannt. Auf der KVD-Veranstaltung sprach er darüber, wie Unternehmenserfolg durch eine sorgfältig aufgebaute Arbeitgeberattraktivität entstehen kann und welche Schritte aus seiner eigenen Praxis heraus notwendig sind. Dabei ging er auch darauf ein, wie wichtig Mitarbeiterbedürfnisse für den Unternehmenserfolg sind und wie Maßnahmen zu den Mitarbeiterbedürfnissen umgesetzt werden können. In diesem Zusammenhang riet er dazu, leistungsfähigere Mitarbeitende zu entwickeln, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen und zu binden.

Prof. Dr. Gunther Olesch

Führungskräften käme dabei naturgemäß eine Schlüsselposition zu, sagte der Experte. „Wenn Vorgesetze unter Druck geraten, geben sie den Druck gerne weiter – das dürften sie aber nicht. Unternehmenskultur wird von Führungskräften mitbestimmt“, sagte Olesch und wies auf eine Diskrepanz in der Wahrnehmung der Bedürfnisse von Mitarbeitenden hin. „Führungskräfte gehen oft davon aus, dass Mitarbeitenden Vergütung und Sicherheit wichtig sind. Tatsächlich geht es aber um Anerkennung, Sinnhaftigkeit und Entwicklungsperspektiven“, sagte er.

Wer auf Mitarbeiterbedürfnisse eingehen wolle, müsse heute Aspekte wie Wertschätzung, Entwicklungsmöglichkeiten, Image, Work-Life-Balance, Gesundheitsmanagement und Arbeitszeitmodelle berücksichtigen. Das hänge auch mit einem gewissen Wertewandel zusammen, wie Olesch ausführte: „Gerade den Generation Y & Z geht es um die Sinnhaftigkeit und den Wert der eigenen Arbeit, um die Balance zwischen Berufs- und Privatleben.“

Wer Mitarbeiterbefragungen einsetzt, um mehr über die Bedürfnisse zu erfahren, sollte strategisch vorgehen: „Mit einer Umfrage wecken Sie Erwartungen. Daraus müssen dann auch Aktivitäten zur Optimierung entstehen“, sagte Prof. Olesch abschließend.

Autor: Michael Braun