So wirkt sich die Elektromobilität auf den Arbeitsmarkt aus

In der deutschen Automobilindustrie sind ca. 840.000 Menschen beschäftigt, davon ca. 210.000 in der Herstellung von Antriebssträngen. Mit der Elektrifizierung des Antriebsstrangs werden bis 2030 rund 75.000 Arbeitsplätze in diesem Bereich wegfallen – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation. In Relation zur Gesamtzahl von über 44 Millionen Beschäftigten ist dies eine relativ geringe Zahl, die für kleinere Unternehmen oder strukturschwache Regionen ohne Beschäftigungsalternativen jedoch das Aus bedeuten kann.

IG-Metall-Vorsitzender Jörg Hofmann sieht hier sowohl Politik als auch Unternehmen in der Verantwortung: „Die Herausforderung ist groß, aber zu bewältigen, wenn jetzt die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.“ Auf Unternehmensseite sei eine massive Qualifizierungsoffensive gefragt, damit die Beschäftigten in diesem Wandel nicht abgehängt werden. Von der Politik fordert er flankierend eine zielgerichtete Industrie- und Beschäftigungspolitik.

Die von der IG Metall, BMW, Volkswagen, Daimler, Robert Bosch, ZF Friedrichshafen, Schaeffler, Mahle International sowie dem Verband der Automobilindustrie initiierte Studie „Wirkungen der Fahrzeugelektrifizierung auf die Beschäftigung am Standort Deutschland“ beruft auf Daten aus der Fertigung der beteiligten Unternehmen und st damit in höchstem Maße valide.

Ist Ihr Unternehmen von diesem Wandel betroffen? Haben Sie sich bereits Gedanken über belastbare Zukunftskonzepte gemacht? Die Weichen dafür werden heute gestellt!