DSGVO hat wenig Relevanz für deutsche KMU

Kurz vor dem 25. Mai 2018 wurde es in vielen deutschen KMU hektisch: 42 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen haben erst unmittelbar vor diesem Stichtag mit der Umsetzung der DSGVO begonnen. Das hat eine Umfrage der Agentur Heise RegioConcept unter 250 KMU-Kunden ergeben. 30 Prozent der befragten Unternehmen haben sich mehrere Monate Vorbereitungszeit genommen, aber immerhin 16 Prozent haben sich erst nach dem 25. Mai und 12 Prozent noch überhaupt nicht mit dem Thema beschäftigt.

Überhaupt scheint das Thema keine allzu große Relevanz für deutsche KMU zu haben: Nur 16 Prozent haben sich bei der Umsetzung der DSGVO von einem Anwalt beraten lassen, nur 32 Prozent einen Datenschutzbeauftragten eingesetzt. Und das, obwohl immerhin 62 Prozent teilweise und 29 Prozent detailliert über die EU-Datenschutzgrundverordnung informiert sind.

Dennoch hat nur ein Drittel der Unternehmen alle seine Verfahren gemäß DSGVO dokumentiert, Verzeichnisse überprüft und Verträge angepasst. Die Mehrheit sieht keinen oder nur noch stellenweise Handlungsbedarf und fühlt sich in Sachen DSGVO gut aufgestellt. Auch die Kunden der befragten KMU zeigen kein großes Interesse am Thema: Nur 9 Prozent der Unternehmen haben bisher eine Auskunft hinsichtlich der Verarbeitung von personenbezogenen Daten geben müssen.

Unsere DSGVO-Sonderausgabe des Magazins SERVICETODAY können Sie hier lesen.